Geschichte

Meilensteine unserer Vereinsgeschichte

1904

Gründung des Schwarzwaldvereins Bad Liebenzell durch die Abspaltung vom Stammverein aus Calw

1904 - 1906

„Aller Anfang ist schwer!“ – Erster Vorsitzender des Vereins ist Oberförster Lechler der mit 75 Mitglieder im Gründungsjahr die Vereinsarbeit aufnimmt.

1907 - 1920

Das Vereinsleben ist unter dem neuen Vorsitzenden Carl Mohl (1907) und Stadtschultheiß Hugo Mäulen (1908-1920) nur schwach entwickelt und kommt im ersten Weltkrieg fast zum erliegen. Der Verein konzentriert sich auf die Unterhaltung des Monbachtals und den Bau von Schutzhütten (im Olgahain, im Kollbachtal und beim Rattenkönig)

1920 - 1929

Neuer Schwung kommt mit Albert Haager (1920) in den Verein. Es finden mehrere Mitgliederversammlungen, ein Familienabend, Festlichkeiten und mehrere Ausflüge statt. Bei der Bahnstation Monbach-Neuhausen wird eine kräftige Brücke gebaut, die nun den Zugang zur Station ermöglicht. 

1929 - 1937

Ganze schwere Zeiten für den Verein unter dem Vorsitz von Gottlob Klepser, Stadtpfleger (seit 1923) und Bürgermeister. Leider sind Berichte ab 1922 bis zur Auflösung des Vereins 1945 nicht mehr auffindbar. Man vermutet, dass viele Dokumente im Krieg verbrannt wurden. 

1937 - 1939

Mit Dr. Georg Weiß wird ein „unbekannter“ Vorsitzender. Er war Hauptschullehrer in Bad Liebenzell und wurde gleich zu Kriegsbeginn eingezogen. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Der inzwischen „gleichgeschaltete Zweigverein“ hat nach dem Jahresbericht 1939 keinen Vorsitzenden und nur noch 44 Mitglieder. Der Verein kümmert sich mit Calw um das Monbachtal und zur Erinnerung wird der Dreikaiserstein (Fels 1888 an der Rolf-Hammann-Hütte) aufgestellt. Nach den Worten von Dr. Wilhelm Pfeiffer, des damaligen Vorsitzenden des Württembergischen Schwarzwaldvereins, ist das Monbachtal „unbestritten“ der schönste Abschnitt des Höhenwegs Ost.

1945

Der Neubeginn nach 1945 – Erste Initiativen zur Neugründung führen in das Jahr 1949 zurück.  Die Ortsgruppe Bad Liebenzell wurde angeblich von Herrn Gerhard Paulus neu gegründet. Allerdings ist die Ortsgruppe damals noch nicht entstanden. Erst 1953 gehen von der Ortsgruppe Stuttgart Impulse zur Neugründung aus. Hermann Ankelen, der stellvertretende Vorsitzende des Württembergischen Schwarzwaldvereins betreibt zusammen mit Bürgermeister Klepser die erneute Gründung der Liebenzeller Gruppe. Schließlich erklärt Rektor Ludwig Haisch seine Bereitschaft, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen. 

1955 - 1967

Die Gründerversammlungen unter der Leitung von Rektor Haisch finden am 29.11.1954 und am 17.1.1955 statt. Danach sollen potenzielle Mitglieder per Post angeschrieben werden. Die endgültige Gründungsversammlung war dann am 7.3.1955 im Musiksaal der Schule. Darüber berichtete schon der Schwarzwälder Bote und ab April wurde auf einem einfachen DIN A4-Blatt der Wanderplan für das Jahr bekanntgegeben. Eine große Aufgabe war weiterhin das Monbachtal zu pflegen. Von 1955 bis 1958 wurden verschiedene Fußwege ausgebaut, Papierkorbe aufgestellt und die Schutzhütte renoviert. Ferner wird die Jugendarbeit konsequent gefördert. Es werden u. a. Zelte und Luftmatratzen beschafft, um regelmäßige Zeltlager zu organisieren. Die gute Jugendarbeit von Rolf Hammann wird bei der Hauptversammlung und in den Jahresberichten mehrmals lobend erwähnt. 1960 feiert die Jugendgruppe erstmals Weihnachten im Wald. 250 Teilnehmer kommen ins Monbachtal! 1967 erhält die Jugendgruppe einen eigenen Raum im Alten Gemeindehaus. 1968 wird Horst Geikowski zum Jugendwart gewählt. Im gleichen Jahr beginnt Hans Gralla unterstützt von Hilde Bohnenberger, mit der Schülergruppe Volkstänze einzustudieren. Aufführungen finden u. a. im Spiegelsaal, auf dem Herbstfest und in Pflegeheimen statt. Das Kernstück der Arbeit bleibt das Wandern, über das man nicht viel reden, sondern nach den Worten von Herrn Haisch, es tun soll. 1967 gibt er aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz ab.

1968 - 1973

In der Hauptversammlung vom 10.02.1968 wird Rektor Alois Lenz zum neuen Vorsitzenden gewählt. Noch 1967 wird der Ostweg verlegt. Er geht nun vom Bad Liebenzeller Bahnhof über den Reuchlinweg zur Wolfsschlucht und von dort über Hirsau nach Calw. 1968 ist die Großaktion der Beschilderung abgeschlossen. Ab 1970 werden sportliche Akzente gesetzt, um den Verein dadurch attraktiver zu machen. Es gibt erstmals Bergwanderungen und eine neu ins Leben gerufene Skigruppe, die unter der Leitung von Hermann Schwämmle, später Heinz Serr und Mike Waterstrat sehr aktiv ist. 1973 gibt es sogar eine Segelgruppe und auf der Nagold wird mit dem Kajak geübt.

1973 - 1981

1973 übernimmt Rolf Marquardt kommissarisch die Leitung, da Alois Lenz sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben muss. 1975 wird er zum Vorsitzenden gewählt . Rolf Hammann wird sein Stellvertreter. Die Zahl der Mitglieder steigt von 400 (1974) auf knapp 700 (1980). Im Jahr 1974 gründet der Verein eine Trachtengruppe. 1975 veröffentlicht die Kurverwaltung Bad Liebenzell die kleine Broschüre „Das Monbachtal – Ein Juwel des Schwarzwaldes“, verfasst von Otto Haug. 1979 findet das 75. Jubiläum der Ortsgruppe statt und Bad Liebenzell ist Ziel der Sternenwanderung der drei Nordgaue. Auf dem Möttlinger Köpfle treffen sich 1500 Wanderer und zahlreiche Prominenz. Die Skigruppe wächst stark an und auch die Jugendgruppen sind sehr aktiv.  Die Volkstanzgruppe bekommt mit Frau Christa Geisbauer jemanden, die Volkstanzkleider schneidert.

1981 - 1993

Ab 1981 startet für den Verein eine Erfolgsgeschichte. Rolf Hammann startet 1981 erst als Kommissarischer Vorsitzender und wird 1982 zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter wird Herr Friedrich Böckle. Die Zahl der Mitglieder steigt bis 1992 und erreicht damit den höchsten Wert mit 1012 Mitglieder. Wilhelm Failenschmid führt am 10.03.1982 erstmals eine Seniorenwandergruppe. Christa Geisbauer aus Stuttgart aktiviert die Jugendarbeit. 1984 nehmen 3916 Personen an Wanderungen teil, das ist die höchste bisher nachgewiesene Teilnehmerzahl überhaupt. Im Durchschnitt zwischen 1982 bis 1987 ergibt sich eine Teilnehmerzahl von 3584 Personen. Absoluter Rekordwert! 1989 wird der Verein 85 Jahre alt und seit 15 Jahren gibt es die Trachtengruppe Bad Liebenzell. 1991 findet das 900-jährige Stadtjubiläum statt. Der Verein stellt 80 Teilnehmer, darunter 50 in Tracht. Rolf Hammann erhielt die Bürgermedaille der Stadt Bad Liebenzell. Aus diesem Anlass wurde die „Liebenzeller Hütte“ im Monbachtal zur „Rolf-Hammann-Hütte“ umbenannt. 1993 wird die von Dieter Reichle gebaute „Brücke der Freundschaft“ (22.08.1993) im Steinberg eingeweiht Sie soll die freundschaftliche Beziehung zur französischen Partnergemeinde Villaines la Juhel festigen. Friedrich Zeeb verfasst anlässlich der Feierlichkeit ein historisches Schauspiel, dies im Spiegelsaal aufgeführt wurde.

1994-2000

Das erste Triumvarat – Bei der Hauptversammlung am 6.02.1994 wird ein neuer Vorstand gewählt. Die Funktion des 1. Vorsitzenden übernimmt – nach einer dafür notwendigen Satzungsänderung – eine Dreierspitze gleichberechtigter Mitglieder. Diese drei Personen sind Friedrich Böckle, Bernhard Gegenbach und Karl-Heinz Gegenbach. Rolf Hammann wird Ehrenvorsitzender und der Verein feiert sein 90-jähriges, sowie die Trachtengruppe ihr 20-jähriges Jubiläum. Ein vielfältiges Programm wird angeboten. Hierbei handelt es sich um Wanderungen, Skifreizeiten, Bergtouren, Familienausflüge, das alljährliche Frühjahrsfest am 1. Mai im Monbachtal und Stadtseefest. 1995 feiert die Jugendgruppe ihren 40 Geburtstag. Bei den Heimattagen Baden Württemberg ist die Trachtengruppe am 8.09.1996 in Weil der Stadt dabei 1998 ist ein Meilenstein für den verein und seiner Geschichte. Die 129. Hauptversammlung des Schwarzwaldvereins findet (nach 1931 zum zweiten Mal) in Bad Liebenzell statt. 1999 kommt „Lothar“ und zerstört am 26.12.1999 die Brücke der Freundschaft. Sie wird aber wieder aufgebaut. Ferner beeinträchtigt der Sturm das Wanderprogramm 2000 übers ganze Jahr. Hans-Dieter Heß absolviert einen Lehrgang für Wanderführer und ist der erste „zertifizierte“ Wanderführer der Ortsgruppe.

2000 -2004

Der Apothekergarten, eine neue Attraktion in Bad Liebenzell wird eingeweiht. Er wurde überwiegend mit Spendengeldern gebaut und wird von Mitgliedern, die eine Patenschaft übernehmen, gepflegt. 2001 wird die Broschüre von Otto Haug „Das Monbachtal – Ein Juwel des Schwarzwaldes“ überarbeitet und in erweiterter Form unter dem Titel „Romantisches Monbachtal“ von der Ortsgruppe herausgegeben. 2002 beteiligt sich die Ortsgruppe an den Jubiläumsveranstaltungen „50 Jahre Baden-Württemberg“ mit ihrer traditionellen Feier (Hüttenfest) am 1. Mai im Monbachtal. Naturschutzwart Peter Weidenbach erfasst und beschreibt Kleindenkmale in der Umgebung von Bad Liebenzell. Steine erzählen Geschichte wird von der Stadt- und Kurverwaltung als Broschüre veröffentlicht. 2003 Rolf Hammann erhält für sein langjähriges und verdienstvolles ehrenamtliches Engagement die Staufermedaille des Landes und die Brücke der Freundschaft wird von Karl-Heinz Gengenbach und seinem Sohn Georg neu erbaut. Der Apothekergarten wird mit einem großzügigen angelegten Bereich für blinde Besucher erweitert. Ein Pavillon entsteht zusätzlich.

2004

Der Verein besteht nun seit 100 Jahren! Herzlichen Glückwunsch!

Liebeserklärung an unsere Stadt von Weltbürger und Goethepreisträger Richard Wolf:
(Er kam durch den Krieg nach Bad Liebenzell und war 1955 Gründungsmitglied der Ortsgruppe. Er arbeitete und lebte acht Jahre lang in Bad Liebenzell, bevor er als Direktor des Goethe-Instituts nach München zog.)

Schöner weiß ich nicht die Welt…

Tret ich in das grüne Zelt,
Tannenzelt; an Berges Rand,
schau hinaus, hinab ins Land:
schöner weiß ich nicht die Welt

Aus dem tiefen Wäldermeer,
aus dem dämmerblauen Schweigen,
Traum und Lied aus tausend Zweigen,
rauscht es leise zu mir her.

Unter mir das stille Tal,
blinkend kommt der Fluß gezogen,
hingeschmiegt in seinem Bogen
ruht die Stadt im Morgenstrahl.

Ruht in ihrer Wohlgestalt
Und vom Morgenlicht verschönt,
Haus bei Haus, burgüberkrönt,
rings umschwiegen von dem Wald.

Wie er auch umfangen hält:
Turm und Tal, heilenden Quell,
altes wertes Liebenzell —
schöner weiß ich nicht die Welt!

2005 - 2015
2015

111 Jahre Schwarzwaldverein 

2015 - 2024
2025

„Wie geht es weiter…“ – Fusionierung mit einem anderem Schwarzwaldverein und/oder das Ende des Schwarzwaldvereins Ortsverein Bad Liebenzell wurde erstmal abgewendet. Mit Sascha Albrecht, Benjamin Eichele und Martin Hammann (Sohn von Rolf Hammann) findet sich ein neues Triumvirat. Der Apothekergarten unter der Leitung von Friedrich Böckle feiert im Juni sein 25-jähriges bestehen.

2026

„Was die Zukunft bringt?“ – Wir werden es erleben. Der neue Vorstand der am 1.03.2026, für die nächsten drei Jahre gewählt wird, kann zukünftige Ideen und Visionen hoffentlich klug und verantwortungsvoll umsetzen.